Wanderung auf die Bodenwies

Am 6.7. 11 packten wir bei schönem Wanderwetter unsere Wandersachen, fuhren nach Kleinreifling und von dort über eine Bergstraße hinauf zur Niglalm.  Dort zogen wir die Wanderschuhe an und wanderten entlang des markierten Weges 496 hinauf zum Gipfel der Bodenwies (1541 m) .

oberer Teil d. Gratweges

Es sind etwa 720 Höhenmeter zu überwinden. Nach etwa 2,5 Stunden waren wir am Gipfel. Oben hat man wirklich eine schöne Aussicht: angefangen vom Toten Gebirge über die Haller Mauern, Großer und Kleiner Buchstein, Tamischbachturm  und bis zum Ötscher.

Das ist die Belohnung für den eher eintönigen Weg lange auf einer Forststraße und dann großteils im steilen Waldgelände bergauf ohne markantere Ausichtspunkte oder Abwechslung. Leider ist der Weg auch schon lange nicht mehr gepflegt worden, davon zeugen teilweise schon lange entwurzelte Bäume und Äste, die quer über den Weg liegen und die zu umgehen sind. Eine Pflege des Weges und ein Auschneiden der überwuchernden Sträucher wäre schon dringlich angezeigt. Auch der obere Teil des Weges, der dem Grad entlang führt,  ist von mannshohem Gestrüpp so verwachsen, dass kaum freie Stellen einen Durchblick ermöglichen.

Insgesamt scheint  die Gegend wirklich sehr einsam zu sein und von den Wanderern gemieden zu sein. Nur ein einziges “Wanderpaar” haben wir unterwegs getroffen, obwohl schönes Wanderwetter gewesen wäre. Ich habe gelesen, dass es hier früher über 40 bewirtschaftete Almen gegeben hätte, heute sollen es noch 15 sein. Auch das kann ich kaum glauben, haben wir doch nur knapp eine Handvoll Rinder gesehen. Ich vermute,  in einigen Jahren wird es dort nur mehr Wald und dazwischen überbreite Forststraßen geben. Den “Nationalpark Kalkalpen” stelle ich mir doch anders vor. Die Wirklichkeit kann  mit den vielen schönen Werbeanzeigen nicht mithalten (zumindest nicht, was die Bodenwies betrifft).

Nach einem kurzen Verweilen auf dem Gipfel machten wir uns wieder an den Abstieg zur Niglalm, wo unser PKW auf dem kleinen Parkplatz noch genauso einsam dastand wie bei unserer Ankunft.

Quellen: www.ausflugstipps.at; www.nationalparkregion.com; www.urlauberurlaub.at/wandern

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