Waale im Vinschgau (17.07.2010)

  Im Rahmen unserer Reise in den Vinschgau wurde uns in Latsch bei einer geführten Wanderung entlang des  Latschanderwaalweges das Prinzip dieses uralten Bewässerungsystems erklärt.

  Der Vinschgau ist ein trockenes Gebiet mit knapp 500 mm Niederschläge im Jahr (wie Sizilien). Um entsprechende Landwirtschaft zu betreiben, mußten die Bauern Bewässerungskanäle anlegen und leiteten Gletscher-Schmelzwasser in niedrigere Lagen. Bereits im 12.Jht. wurden diese urkundlich erwähnt.

   Die größte Anzahl der Waale gibt es an den Südhängen des Vinschgaus (Sonnenberg). 1939 gab es im Vinschgau 225 Waale mit einer Länge von 600 km. Für die Instandhaltung und die Wasserverteilung zuständig ist der Waaler. Die Bezeichnung “Waal” dürfte vom lateinischen aquale kommen. Heute sind noch einige in Funktion, die meisten wurden durch Beregnungsanlagen ersetzt, andere dienen als Touristenattraktion, da die Pfade für ihre Instandhaltung angenehme Wanderwege sind.

   Auch wir wanderten ein paar km den Waal entlang . Das Wasser in den Kanälen ist milchig weiß; das Gletscherwasser führt viele Sedimente mit, die für die Farbe ursächlich sind. Das Thema wäre für mich interessant gewesen, leider hat es die Führerin nicht geschafft vor der Gruppe hörbar und verständlich zu sprechen! Schade.

Quellen: www.ferienregion-vinschgau.com; www.historisches-franken.de

 

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