Vom Buchauer Sattel zum Natterriegel (4. 10. 10)

 

 Bei wunderschönem Herbstwetter machte ich heute eine “Solotour” auf den Natterriegel (2065), dem östl. Eckpunkt der Haller Mauern. Das Auto parkte ich an den für die Wanderer netterweise eigens geschaffenen Parkplatz nahe dem Buchauer Sattel (861). Man erreicht den Parkplatz nach ein paar hundert Meter, wenn man nach der Passhöhe Richtung Weng bei der Bushaltestelle von der B 117  re. abfährt.

  Anfänglich führt der Anstieg mäßig steil meist durch den Mischwald bergauf auf der Forststraße, die auch von den Bikern benützt wird. Später lichtet sich der Wald und zwischen den sich jetzt wunderschön verfärbenden Laubbäumen  wird der Blick immer wieder freigegeben auf die umgebenden Gesäuseberge ( kl. u. gr. Buchstein, Planspitze, Hochtor, Reichenstein) und die anschließenden Niederen Tauern.

  Nach ca. 90 Min. ist das Grabneralmhaus (1391 m) erreicht. Die Hütte liegt inmitten einer Almwirtschaft, ist in Privatbesitz ,jedoch bewirtschaftet. Ich habe dort jedenfalls einen vorzüglichen Holundersaft getrunken. Weiter aufwärts führt der Pfad zuerst über Almboden dann über mehr steiniges Gelände und unter schroffen Felsen, aber immer mit der wunderbaren Bergkulisse rundum, zum Admonter Haus (1723 m), das ich nach ca. 45 min. erreichte.

   Es ist dies eine Hütte des ÖAV/ Sektion Admont und die höchstgelegene im Gesäusegebiet. Errichtet wurde sie 1894 am Grabnertörl. Interessant ist: sogar der Kalk für das Mauerwerk wurde oben gebrannt. Sie ist auch heute noch eine der wenigen Hütten, die nur zu Fuß erreichbar sind!!  Sie wurde mehrmals umgebaut, erweitert und modernisiert. Zum Übernachten stehen heute über 30 Matratzenlager zur Verfügung. Aufgrund ihrer exponierten Lage bietet sich von ihr eine wunderbare Aussicht, praktisch ringsum. Geführt wird sie momentan von 2 sehr netten jungen Wirtsleuten, wie ich mich überzeugen konnte.

  Nach einer kurzen Verschnaufpause stieg ich weiter auf zum Natterriegel. Der Pfad steigt zügig, meist auf felsigem Gelände an, eine etwas ausgesetzte Stelle erfordert schon Trittsicherheit, ist aber durch eine Seilsicherung entschärft. Nach ca. 1 Stunde oben angekommen, ging ich zuerst auf den Mittagskogel (2041 m), wo auch das Gipfelkreuz steht. Von hier sind es nur mehr einige Minuten Gehzeit zum benachbarten Natterriegel (2065 m). Nach einem kurzen “shake hands” mit einem zufällig getroffenem Bergsteiger und einem  Gipfelfoto machte ich mich auf den Rückweg (oben am Grat blies ein fürchterlicher Föhnsturm).

  Wieder unten am Admonter Haus gönnte ich mir eine Bergsteigermahlzeit (Linsensuppe mit Würstchen) und ein kühles Bier. Da noch genügend Zeit war, konnte ich den weiteren Abstieg stressfrei bis zum Auto in der warmen Nachmittagssonne wirklich genießen.

Quellen: www.alpenverein.at, www.kompass.at

 

Aufstieg zum Grabneralmhaus

Anstieg zum Admonter Haus
Haller Mauern
Mittagskogel, dahinter Natterriegel
 

Admonter Haus mit Natterriegel

Abstieg zum Grabneralmhaus
Hochtor

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