Mit dem Rad des Unterlaufs der Traun entlang

Am 18. Mai fuhren M. und ich bei herrlichem Frühsommerwetter mit unseren Radln von Abwinden (Luftenberg) über die Kraftwerksbrücke auf das rechte Donauufer und dort die Donau aufwärts bis zur Traunmündung. Ab da führt der Traunweg dem Traunufer entlang flussaufwärts, wunderschön angelegt und hervorragend gepflegt. Man wird gut am Straßenverkehr vorbeigeführt. Vorbei an Ebelsberg, Kleinmünchen, Franzosenhausweg nach St. Dionysen, wo man zwischen einem nördl. bzw. südl. Radweg entlang des Traunufers wählen kann. Wir wählten den Weg am Nordufer.

Die Traun fließt infolge des Kraftwerkbaus Traun-Pucking und Kleinmünchen durch Dämme reguliert, wobei der Radweg meist unterhalb der Dammkrone verläuft. An beiden Uferseiten sind ausgedehnte üppige Auwälder und Nebengerinne. Knapp vor Wels machten wir Mittagsrast und radelten dann zurück, wobei wir beim Kraftwerg Traun-Pucking die Traun überquerten und einige km auf dem südl. Weg fuhren.

Unterwasser KW Pucking

Traun-Pucking ist das größte Wasserkraftwerk der Energie AG. In Betrieb ging es nach dreijähriger Bauzeit am 8. Juli 1983. Der Rückstaubereich beträgt etwa 10 km, die Fallhöhe 24,8 m. Zwei Kaplanturbinen erzeugen 88 Megawatt Strom über 2 Generatoren, damit können pro Jahr ca. 54 000 Haushalte versorgt werden. Beim Kraftwerk Pucking hat die Energie AG allein für ökologische Maßnahmen und die Gestaltung der umliegenden Landschaft rund 60 Mill. Schilling ausgegeben. Im Zuge der Rekultivierungsmaßnahmen sollen über 300 000 standorttypische Bäume und Sträucher gepflanzt worden sein. Die Uferbegleitstraßen bieten heute wunderbare Möglichkeiten zum Wandern , Radfahren und Rollerskaten. Die Altarme der Traun sind wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Das ganze Gebiet wird heute als Erholungsgebiet von den Bewohnern der umliegenden Gemeinden genutzt. Wenngleich auch es in den 80-iger Jahren wegen der Zerstörung eines Teils des Auwaldes infolge des Kraftwerkbaues heftige Auseinandersetzungen zwischen den Politikern und Grünen gab, ist doch heute ein wunderbares Erholungsgebiet durch die schön angelegten Rad-und Gehwege entstanden und für alle kostenlos zugänglich. Und übrigens: Wasserkraft ist immer noch die schonenste Art, Energie zu erzeugen!

Mit dem positiven Gefühl, wieder ein Stück unserer schönen Heimat erlebt zu haben, radelten wir zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück.

Traunmündung

Quellen: home,feierabend.com/traunkraftwerk, www.energieag.at 

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