Marienberg, Europas höchstgelegene Benediktinerabtei

 

 

  Hoch über dem malerischen Dorf  Burgeis im Vinschgau, wenige km nach dem Reschensee, liegt inmitten von Felsen und Wäldern das Benediktinerkloster Marienberg auf 1340 m. Der weiße festungsartige Bau in einer Hangmulde entstand um 1150 und war eine Stiftung der Grafen von Tarasp aus dem Engadin. Die ersten Mönche kamen vom Benediktinerkloster Ottobeuren  in Bayern.

 Hier leben seit über 800 Jahren Mönche nach der Regel des Hl. Benedikt. 1724 gründeten die Mönche in Meran ein Humanistisches Gymnasium, im 20. Jht. befand sich eine zeitlang auf Marienberg ein privates Gymnasium, bis es 1928 schließen musste (Mussolini Diktatur). Derzeit sind es zwölf Mönche, die hauptsächlich in der Seelsorge und in Bildungseinrichtungen tätig sind.

In der romanischen Krypta (1156 geweiht) finden sich ganz berühmte Fresken (um 1170 gemalt) mit besonderer Farbenpracht und Leuchtkraft. Sie wurden 1980 bei der Entfernung von Grufteinbauten entdeckt und zeigen den thronenden Christus von Engeln umgeben.

Die Krypta ist leider nur öffentlich zum Vespergebet abends zugänglich, sodass wir sie aus zeitl. Gründen nicht sehen konnten. Ich finde es sehr sehr schade! Sehen konnten wir jedoch die romanisch- barocke Klosterkirche. Durch ein romanisches Säulenportal aus dem 12. Jht. betritt man den beeindruckenden Innenraum der Klosterkirche in barockem Stil mit aufwändigen Stuckornamenten, vielen Schnitzfiguren, einer reich verzierten Kanzel und einer Orgel im neuromanischen Stil.  Das Fresko neben dem Portal stammt aus dem 14. Jht.

Der Abstecher unserer Reise nach Marienfeld hat sich trotzalledem gelohnt. Dieses Kloster ist einerseits doch in seiner Bauweise grundverschieden zu unseren heimischen Klöstern, andererseits ist es uns doch wieder vertraut durch unsere alte gemeinsame christlich abendländische Kultur. Sicherlich ist es sinnvoll und notwendig, alle Anstrengungen zu unternehmen, diese Wurzeln unserer Kultur der Nachwelt zu erhalten.

 

roman. Kirchenportal
roman. Säulenportal mit Fresken aus 14. Jht.
Klosterkirche innen

 

Klosterhof
Rast im Klosterhof
Blick vom Kloster auf Burgais

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