Maria Laab, Ziel der 10. Radwanderung(22.09.10)

  Am 22. Sept. brachen 16 Teilnehmer, alle vom SB-BK, zur 10. und letzten Radwanderung in diesem Jahr auf. Bei schönem Herbstwetter fuhren wir mit den PKWs nach Arbing, wo wir am Sportplatzparkplatz die Autos abstellten und mit den Rädern bis Tobra fuhren,dort die B3 überquerten und auf einem Kiesweg bis zur Naarn fuhren, dort auf Asphaltweg bis knapp vor Perg, bei der Kläranlage vorbei zur Ortschaft Pratztrum. Hier bogen wir Richtung S ab und bald tauchte vor uns die Turmspitze der Wallfahrtskirche Maria Laab auf. Nach einigen Minuten Fahrt waren wir dort.

   Über den Ursprung der Kirche gibt es keine schriftlichen Quellen. Erstmals wird Maria Laab 1092 urkundlich erwähnt. Eine fromme  Legende besagt, dass die Bewohner beim Laubrechen in einem Laubhaufen ein Gnadenbild gefunden hätten, der Pfarrer von Naarn, dem sie es gebracht hätten, hätte es dann am Fundort in einer Kapelle ausgestellt und verehren lassen.

  Gotische Mauerreste an der heutigen Kirche weisen auf eine Entstehung am Ende des 15. Jhts. hin. Aus dieser Zeit stammt auch das wertvollste Stück der Kirche, nämlich das Gnadenbild des Hochaltars, die Skulptur “Maria Krönung”. Der Meister ist unbekannt, es stammt aus der Nachfolgewerkstatt des Kefermarkter Altars.Diese schön geschnitzte und reich vergoldete Gruppe ist der Blickfang für den Besucher. In der Mitte kniet Maria mit gefalteten Händen, losen Haaren und goldenem Stirnband. Der Gesichtsausdruck ist lieblich, die Augen niedergeschlagen. Die umgebende Dreifaltigkeit in größerem Maßstab, links Gott Vater mit Weltkugel, rechts Gott Sohn mit Kreuz, setzen Maria eine Krone aufs Haupt, darüber der Hl. Geist in Gestalt einer Taube mit Strahlenkranz (Krone und Taube später eingefügt).

  In der Barockzeit entwickelte sich die Kirche zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Durch das Wallfahrtsverbot von Kaiser Josef II verlor es an Bedeutung. Bis zum 1. Weltkrieg war Maria Laab ein Ort der Einkehr und Nächtigung für v. a.  böhmische Wallfahrer nach Maria Zell. Der rechtwinkelige Kirchenanbau nordseits wurde bereits wd. des Barocks gemacht. 1900 bekam die Kirche im Inneren ihr heutiges, neuromanisches Inventar. 1980/81 wurde die Kirche innen und außen generalsaniert.

  Heute wird an Marienfeiertagen und 1x in der Woche während der Sommermonate Gottesdienst gefeiert. Viele Brautpaare aus der näheren und ferneren Umgebung nützen sie als Hochzeitskirche. Seelsorgl. betreut wird Maria Laab von der Pfarre Naarn. Nach der Auskunft der Wirtin, besteht noch immer das alte Recht, dass einem Pfarrer von Laab in der Gastwirtschaft ein Zimmer für ihn und ein Standplatz für sein Reitpferd zur Verfügung zu stellen ist.

   Nach Besichtigung und einem kurzen Gebet in der Kirche (als Dank für die vielen schönen und unfallfreien gefahrenen km. unsrerer Radlergruppe in diesem Jahr) setzten wir uns im gegenüberliegenden Gasthaus zum Mittagessen. Gestärkt konnten wir  dann die Fahrt fortsetzen, über die Ortschaft Loa gings dann geradewegs zurück nach Arbing zu unseren PKWs.

  Trotz der wenigen km (20) haben wir doch wieder ein kulturgeschichtlich interessantes Stück unserer näheren Heimat kennengelernt.

Quellen: www.naarn.at, Wikipedia

 

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