Gedanken beim Binden eines Adventkranzes

Zusammen mit etlichen Vereinsmitgliedern durfte ich beim Binden des Adventkranzes, der im heurigen Advent unseren Marktbrunnen ziert, mithelfen.

Einige Gedanken, die während dieser Tätigkeit mir durch den Kopf gingen, sollen hier festgehalten sein. Ein Adventkranz ist ein aus Tannenzweigen geflochtener Hängeschmuck oder Tischschmuck mit 4 Kerzen. Im Laufe der  Adventzeit wird pro Woche eine zusätzliche Kerze entzündet. Die Zunahme des Lichtes als Ausdruck der zunehmenden Erwartung des  “Lichtes der Welt”, also der Ankunft Jesu Christi nach christl. Glauben ist wohl die ursprüngliche Symbolik. Die Kreisform des Kranzes ist ein Symbol für den Erdkreis und die vier Kerzen stehen für die Himmelsrichtung. Grün ist die Farbe des Lebens.

In katholischen Gegenden wird der Kranz üblicherweise mit drei violetten und einer rosa Kerze geschmückt. Am 3. Adventsonntag , dem Sonntag Gaudete (übersetzt: freuet euch) wird diese entzündet. In anderen Gegenden sind die Farben der Kerzen violett, rot, rosa und weiß, die auch in dieser Reihenfolge entzündet werden. Im katholischen Irland trägt der Kranz 5 Kerzen: 3 violette, 1 rosa und 1 weiße. An den ersten beiden Sonntagen wird jeweils eine Violette als Zeichen der Buße entzündet, am 3. Sonntag wird die Rosafarbene als Symbol der Vorfreude auf Weihnachten . Am 4. Adventsonntag folgt wieder eine violette Kerze und die 5.  weiße Kerze steht in der Mitte des Kranzes und wird am Heiligen Abend  entzündet.Traditioneller Weise werden die Kerzen in der Reihe gegen den Uhrzeigersinn entzündet.

Der kath. Kirche ist der Brauch um den Adventkranz offensichtlich sehr viel wert, sodass das Benediktionale sogar einen eigenen Ritus für die Segnung enthält. Auch im protestantischen Norwegen und Schweden ist der Adventkranz weit verbreitet.

Kreiert und eingeführt wurde er 1839 vom Hamburger protestantischen Theologen Hinrich Wichern (1808-1881). Da die Kinder, die er betreute,  in der Adventzeit immer wieder fragten, wann denn endlich Weihnachten wäre, flocht er über ein altes Wagenrad einen Kranz und schmückt ihn mit 19 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen. Tagtäglich wurde eine weitere Kerze entzündet, an Wochentagen eine kleine rote und am Sonntag eine große weiße. An den noch nicht entzündeten konnten die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen. Wenn die Geschichte möglicherweise auch nicht in allen Details wahrheitsgetreu ist, ist sie doch gut erfunden.

1925 wurde der 1. Adventkranz in einer Kirche in Köln aufgestellt, 1930 in München. Ab 1935 wurde es üblich, in der Kirche gesegnete Kränze in den privaten Wohnungen aufzustellen. Heute finden sich Adventkränze rund um den Globus.

Zweifelsohne spricht die Symbolik auch uns heutige Menschen an, anders ist seine Beliebtheit nicht zu erklären. Obwohl man heutzutage einen Adventkranz in jeder Gärtnerei und in Bau-u. Supermärkten kaufen kann, basteln doch viele den Kranz selber. Das Selbermachen steigert doch die Vorfreude auf Weihnachten und ist gleichzeitig eine Art meditative Tätigkeit, die uns in unserer hektischen Welt etwas zur Ruhe kommen lässt.

Quellen: www.netzwissen.com, aus Wikipedia


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