Eierkonsum und kardio- bzw. zerebrovaskuläres Risiko

04/02/2013, Elsevier

Das Tongji Medical College der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan (China) untersuchte in einer Metaanalyse der prospektiven Kohortenstudien die dosisabhängige Assoziation des Eierkonsums mit dem Risiko einer koronaren Herzerkrankung (KHK) oder eines Schlaganfalls. Bis Juni 2012 fanden sich 17 entsprechende Studien, neun zur KHK mit 3,1 Millionen beobachteten Personenjahren und acht zum Schlaganfall mit 4,1 Millionen Personenjahren.

Daraus ergab sich kein kurvilinearer Zusammenhang zwischen dem Eierkonsum und dem Risiko einer KHK oder eines Schlaganfalls. Das relative Risiko (RR) einer KHK bzw. eines Schlaganfalls für ein mehr verzehrtes Ei pro Tag betrug 0,99 (95%-Konfidenzintervall [KI] 0,8-1,2) bzw. 0,9 (95%-KI 0,8-1,02), ohne Heterogenität der Einzelstudien (I2 = 0%).

Bei Diabetikern war das RR einer KHK im Vergleich zwischen der Gruppe mit dem höchsten und dem geringsten Eierkonsum mit 1,5 (95%-KI 1,1-2,1) bei hohem Eierkonsum signifikant (p = 0,01) erhöht. Dagegen hatte die Gesamtgruppe mit hohem Eierkonsum ein um 25% signifikant (p = 0,04) niedrigeres Risiko eines hämorrhagischen Schlaganfalls (RR 0,75; 95%-KI 0,6-0,99).

Fazit: Höherer Eierkonsum (bis ein Ei mehr pro Tag) ist nicht mit einem erhöhten KHK- oder Schlaganfall-Risiko assoziiert. Bei sehr hohem Eierkonsum haben Diabetiker ein erhöhtes KHK-Risiko und hat die Gesamtgruppe ein verringertes Risiko für hämorrhagische Schlaganfälle.

Rong Y, Chen L, Zhu T et al. Egg consumption and risk of coronary heart disease and stroke: dose-response meta-analysis of prospective cohort studies. BMJ 2013;346:e8539

Also können wir doch wieder die geliebte Eierspeisen essen

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