Die Churburg ist einen Besuch wert! (18.07.10)

  Im Rahmen unserer Vinschgaureise besuchten wir auch die Churburg. Sie liegt oberhalb Schluderns, erbaut wurde sie um 1250 (Hochmittelalter). Sie ist eine der besterhaltenen und meistbesuchten Burgen in Südtirol.

  Der Fürsterzbischof  von Chur, Heinrich von Montfort,  ließ sie erbauen, 1297 kam sie in den Besitz der Herren von Matsch, die mit dem Fürstbistum Chur in ständigem Streit waren. 1504 kam die bislang sehr gut ausgebaute Burganlage nach dem Tode des letzten Vertreters derer von Matsch in den Besitz der Grafen von Trapp (nicht verwandt mit der Fam. Trapp, die wir aus dem Film kennen), welche sie noch heute besitzen und bewohnen.Die Burg ist sehr weitläufig , in der Mitte mit einem wuchtigen Bergfried, dem Palast und ringsum Ringmauern mit Zwinger Türme und Tore, auch eine romanische Kapelle ist noch vorhanden.

  Eine kostenpflichtige Führung ermöglichte uns die Besichtigung. Die Burg wurde nie zerstört und beherbergt eine Fülle reich ausgestatteter Räume, bemalte und getäfelte Zimmer, Kachelöfen, eine Bibliothek und eine sehr wertvolle voll bespielbare Renaissance-Orgel. Der Arkadengang des Loggienhofes wurde im 16.Jht. komplett mit kostbaren Wandmalereien in leuchtenden Farben ausgestattet.

  Ein echtes Highlight ist der Besuch der Rüstkammer. Sie ist weltweit die größte private Rüstkammer und enthält die komplette Ausrüstung für eine Burgbesatzung mit über 50 vollständigen Rüstungen, Schwerter, Hieb-und Stichwaffen. Sämtliche Schusswaffen wurden allerdings in den napoleonischen Kriegen konfisziert. Das Glanzstück ist sicherlich der 2,10 m große Harnisch des Ulrich von Matsch, hergestellt um 1450 mit einem Gewicht von 40 kg.

  Heute finden auf der Burg viele künstlerische Veranstaltungen statt, am bekanntesten die Südtiroler Ritterspiele, seit 2006 jährl. ausgetragen, die Kämpfe auf dem Schlachtfeld, Turniere aber auch das mittelalterl. Marktleben nachzeichnen.

  Der steile Fußweg zur Burg hinauf  brachte einige von uns schon außer Atem, die anschließende Führung durch die Anlage ließ uns die Anstrengung schnell vergessen, hat es der Führer doch gekonnt, uns vieles spannend näherzubringen. Beeindruckt und um vieles “gescheiter” haben wir die Churburg wieder verlassen und fuhren dann weiter Richtung Ortler nach Sulden.

Quellen: Der Vinschger 2010, aus Wikipedia, www.wapedia.mobi/de/Churburg

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