BK-Senioren radeln durch das Florianerland (1. 7. 2010)

Zusammen mit 15 weiteren Senioren aus BK radelten wir bei herrlichem Sommerwetter vom GH Pfistermüller los. Die Route führte durch St. Florian über die Linzerstrasse Richtung Hohenbrunn.

Hohenbrunn ist  das ehemalige Jagdschloss des Stiftes. Es ist der einzige Profanbau des berühmten Barockbaumeisters Jakob Prandtauer und wurde 1722-1732 errichtet. Nach dem Krieg vom Verfall bedroht, konnte es ein Verein käuflich erwerben und in der Folge wurde es wieder saniert und renoviert. Heute beinhaltet es das oö. Jagdmuseum und dient der Pflege der jagdlichen Tradition und wirbt um Verständnis fürs Waidwerk. Es beinhaltet eine wertvolle Jagdporzellansammlung, Bilder, Wandteppiche und Glas aus 4 Jahrhunderten. Die Räume mit Festsaal im Obergeschoss mit Stuckdecken und Wandmalereien können für Feste, Hochzeiten, Kongresse usw. gemietet werden. Das Museum ist auch tagsüber stundenweise zu besuchen. Aus zeitl. Gründen war uns dies nicht möglich, von der Fasade, dem Innenhof  und dem Aufgang konnten wir uns aber ein Bild machen. Es ist wirklich “Pipi fein”.

Wir radelten weiter über Enzing nach Mickstetten und folgten dann der beschilderung “Florianiweg”. Über den Güterweg Steggraben dann ansteigend nach Obereglsee (die Konditionsstärkeren fuhren, die aber, die ihr Rad lieben, schieben). Von der Anhöhe hat man einen wunderbaren Ausblick ins oö. Voralpengebiet Richtung Süden und ins Florianerland mit dem mächtigen Stift Richtung Norden und Osten.

Nach einigen Kilometern erreichen wir die Wallfahrtskirche Ruprechtshofen, es ist dies eine Filialkirche von Niederneukirchen. der Sage nach soll der Hl. Rupert selbst den Bau einer Kirche hier angeregt haben (etwa 696 n. Chr.). Von den frühen gotischen Vorläferbau ist nichts mehr zu erkennen. An der Südwand ist ein römischer Sarkophagstein eingemauert worden, der bei Renovierungsarbeiten 1979 gefunden und freigelegt wurde. Er wird ins 3. Jht. n. Chr. datiert. Heute präsentiert sich die Kirche mit ihren reizvoll gestaffelten Dächern als barocker Bau, der 1754-1758 erweitert (Anbau der Sakristei) und barockisiert wurde. Die Dachziegel sind alle durchwegs rund 200 Jahre alt. Bei der letzten Renovierung 1997 wurden alte Dachziegel der Kirche von Wartberg ob der Aist wiederverwendet. Innen zeigt sich ein einschiffiges Langhaus, seit 1998 weiß ausgemalt. Eine kleine zierliche Orgel steht an der Brüstung der Empore, sie stammt aus dem Jahre 1710 und ist voll funktionstüchtig. Der Hochaltar stammt aus der Rokkokozeit im Zentrum eine gotische Madonna mit Kind.

Die Kirche ist eine Wallfahrtskirche seit ca 1750. Welche Art von Wunder oder Heilungen es gegeben hat,  ist nicht bekannt, da die Votivbilder verschwunden sind, bzw. durch Feuchtigkeit zerstört wurden. Auch in der heutigen Zeit gibt es eine rege Wallfahrtstätigkeit aus den umliegenden Orten. Desweiteren wird die Kirche gerne für Taufen oder Trauungen genutzt. Wir verweilten ein paar Minuten  in dem schönen Gotteshaus bevor wir uns im Gastgarten des dabenliegenden Gasthauses ein kühles Bier und frisches Gebäck gönnten.

Frisch gestärkt fuhren wir weiter über den Güterweg Richtung Niederneukirchen. Nach Überqueren der Landstraße und etwas steil bergauf erreichten wir den Ortskern. Dominant ist hier die wuchtige Kirche erbaut im spätgotischen Stil aus dem 15. Jht. Sie beinhaltet ebenfalls viele kunsthistorische interessante Details und ist es wert, besucht zu werden.

Wir radelten weiter zur Ortschaft Grünbrunn. Von hier nahm die erste Wasserleitung ihren Anfang zum Stift St. Florian (1333). Wieder mäßig bergauf ging´s zur Landstraße, dieser folgten wir einige km, dann bogen wir rechts ab nach Distelberg und weiter nach Hausleiten. Wir fuhren durch die Ortschaft Tillysburg mit dem gleichnamigen Schloss Tillysburg auf der Anhöhe, erreichten in Kürze nach Samesleiten den auf der linken Seite liegenden Sumerauerhof.

 Es ist dies ein riesiger Vierkanthof mit einer imposanten Fensterfront, der als Denkmalhof und Freilichtmuseum genutzt wird. Er war bis in die 70 iger Jahre bewirtschaftet. Nun kann man die damaligen landwirtschaftl. Maschinen und Gerätschaften sehen und sich ein Bild von der Lebensweise reicher Bauern in der 1. Hälfte des  20. Jhts. machen. Nach einem kurzen Besuch des Hofes fuhren wir weiter Richtung St. Florian und zurück zum GH. Pfistermüller, wo uns ein verspätetes Mittagessen wirklich gut schmeckte.

Mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir dann mit den PKWs nach Hause.

GH. Pfistermüller
bereit zur Abfahrt
Hohenbrunn
Blick auf St. Florian
Wallfahrtskirche Ruprechtshofen
Römerstein
Hochaltar

Niederneukirchen
Schloss Tillysburg
Sumerauerhof

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