Verhindert die Impfung gegen Rota-Viren Krankenhauseinweisungen?

03/09/2012, Elsevier

Rota-Viren (RV) sind weltweit der häufigste Grund für schwere Gastroenteritiden bei Säuglingen und Kleinkindern. Fast jedes Kind hat bis zu seinem 5. Lebensjahr eine symptomatische Infektion durchgemacht, meist im Alter zwischen 4 und 23 Monaten. Auch wenn die Erkrankung in hoch zivilisierten Ländern kaum tödlich verläuft, stellt sie doch in Europa eine große Belastung der Gesundheitssysteme dar. Sie ist für etwa zwei Drittel der Krankenhauseinweisungen und ein Drittel der ambulanten Vorstellungen wegen akuter Gastroenteritis (GE) verantwortlich. Um die Krankheitslast durch RV zu reduzieren, empfiehlt die WHO die Einführung der Impfung in alle nationalen Impfprogramme.

Belgien hat 2006 als erstes europäisches Land diese Empfehlung umgesetzt. Um die Wirksamkeit der Impfung unter Alltagsbedingungen zu überprüfen, wurde zwischen 2008 und 2010 eine landesweite, multizentrische, prospektive Fall-Kontroll-Sudie durchgeführt. 39 Krankenhäuser nahmen daran teil. Es sollte der Zusammenhang zwischen einer zweimaligen Impfung gegen RV und einer stationären Einweisung wegen einer RV-Gastroenteritis (RV-GE) festgestellt werden. Nahezu 5.000 Kinder in einem Alter von bis zu 6 Jahren wurden auf RV gescreent, die wegen einer akuten GE eingewiesen worden waren. Letztlich konnten 215 Kinder und 276 Kontrollen, die das Studienprotokoll erfüllten, in die Studie aufgenommen werden.

99 Kinder (48%) mit RV-GE und 244 Kontrollen (91%) hatten mindestens eine Dosis eines RV-Impfstoffes erhalten (p < 0.001). Die Wirksamkeit von zwei monovalenten RV-Impfungen zur Vermeidung einer stationären Einweisung betrug 90% (95%-Konfidenzintervall [KI] 81-95%). Bei 25% der Kinder wurde eine Koinfektion mit Adeno-, Astro- und/oder Noroviren festgestellt. In diesen Fällen betrug die Wirksamkeit 86% (95%-KI 52-96%).

Fazit: Erstmals konnte in Europa gezeigt werden, dass die Impfung gegen RV unter Alltagsbedingungen bei Kindern bis zu 6 Jahren Krankenhauseinweisungen wegen RV-GE effektiv, nämlich bis zu 90% verhindert.

Also wieder ein Beweis für die Wirksamkeit der Impfung…Folge kann nur sein: Eltern, verweigert den Kindern die Impfung nicht! Meint euer docbruni

Ahornspitze (2973 m), Eine Alpinwanderung mit Peter Habeler

Mit mehreren Alpinwanderern hatte ich am 30.8.2012 die Gelegenheit mit wohl einem der berühmtesten Bergsteiger Österreichs, dem Mount Everestbesteiger Peter Habeler, auf die Ahornspitze im Zillertal zu gehen.

Bei schönem Wanderwetter fuhren wir zuerst mit der Ahornbahn zur Bergstation (1960 m). Unser erstes Ziel war die Edelhütte (2238 m), die wir nach etwa einer Stunde erreichten. Der Weg führt zuerst den  Hang des Filzenkogels entlang, dann nach links in einen Kessel hinein, den man quert. Bisher nur ganz leicht ansteigend, erst hier steigt der Weg dann stärker in Kehren zur Edelhütte an. Dort angekommen, machten wir eine kurze Rast. Weiter führt der Weg in östl. Richtung durch das Föllenbergkar aufwärts. Der Normalweg quert nun den Gipfelaufbau und führt über Blöcke und Schotter zum Südwestrücken hinauf. In Serpentinen geht es die Flanke aufwärts, hin und wieder braucht man auch die Hände zur besseren Stabilität. Nach etwa 30 Minuten Anstieg am Grad erreicht man den etwas höheren Südgipfel (2973 m). Um zum Nordgipfel (2960 m)zu gelangen geht es links an einem großen Felsblock vorbei und man muss über einige Blöcke absteigen mit einer Haltegriffsicherung. Trittsicherheit ist hier schon nötig. Die noch zu überquerende, kleine Scharte hat dann eine Drahtseilsicherung. Der Aufstieg zum Nordgipfel ist wieder unkompliziert. Nach insgesamt 3Stunden Gehzeit war der Gipfel erreicht.

Schon während des  Aufstiegs und speziell oben wird man belohnt durch einen fantastischen Ausblick ringsum. Im Süden die vergletschterten  Berge des Zillertaler Hauptkamms (Hochfeiler, Großer Möseler..), im Westen und Norden die Tuxer Alpen und Kitzbühler Alpen, dazwischen das Zillertal hinaus bis zum Inntal.

Nach den üblichen Gipfelfotos und einer Jausenpause machten wir uns bald wieder an den Abstieg am selben Weg, da Schlechtwetter für den Nachmittag vohergesagt war. In der Edelhütte wurde dann etwas ausgiebiger unser „Gipfelsieg“ gefeiert, ehe wir endgültig zur Ahornbahn abstiegen, die uns noch vor Beginn des Regens ins Tal brachte.

Der nun 70-Jährige Peter Habeler ist zweifelsohne eine der bekanntesten Bergsteigerpersönlichkeiten Österreichs und darüber hinaus. Er durchkletterte die schwierigsten Wände in Europa, Nord- und Südamerika. Er bestieg  5 Achttausender, wobei der Höhepunkt seiner Laufbahn wohl die Erstbesteigung des Mount Everest 1978 zusammen mit Reinhold Messner ohne künstl. Sauerstoff war. Während des Abstiegs zur Edelhütte hatte ich Gelegenheit in zwangloser Plauderei viel Interessantes und Wissenswertes von ihm persönlich zu erfahren. Es war eine wunderbare Alpinwanderung, wenn es auch nur die Ahornspitze war, für mich war es mein persönlicher Everest.

vorne Filzenkogel, hinten Ahornspitze

Edelhütte

Ahornspitze mit Nord-und Südgipfel

Südgipfel

Nordgipfel mit Gipfelkreuz

den Gipfel erreicht

Quellen: Kompasskarte 37 Zillertaler Alpen, Tuxer Alpen, http://www.climbandhike.com/?p=8395, http://de.wikipedia.org/wiki/Ahornspitze, http://www.hoehenrausch.de/berge/ahornspitze/index.php

Wanderung zum Friesenberghaus

Am 28. 8.12 hatte ich zusammen mit einigen Wanderern die Gelegenheit, auf das Friesenberghaus zu wandern. Die Hütte liegt in den Zillertaler Alpen auf einer Höhe von 2498 m, ca. 700 Höhenmeter oberhalb des Schlegeisspeichers  in nördl. Richtung. Der markierte Weg führt üblicherweise an der Dominikushütte (1805m) vorbei; wegen einer Brückenzerstörung nach einem Unwetter einige Tage zuvor mussten wir ein einen kleinen Umweg machen, ehe wir den markierten Weg 532 erreichten, der schön meist mit großen Granitplatten angelegt ist. Er führt über Almen und Wildbäche im Lappenkar mäßig ansteigend zum Friesenberghaus. In etwa 3 Stunden waren wir bei wirklich gemächlichem Gang auf der Hütte. Von der Terrasse des wuchtigen Steinhauses hat man einen wunderbaren Blick auf den Schlegeisspeicher und die vergletscherten Gipfel  von Hochfeiler, Großem Möseler und Schwarzenstein.

Die Hütte hat eine Geschichte, die es wert ist, nicht vergessen zu werden. Ihre Entstehung hängt eng mit den Auseinandersetzungen über den Antisemitismus im Deutschen  und Österreichischen Alpenverein zusammen. 1921 wurde in der Sektion Austria ein „Arierparagraph“ eingeführt, der jüdische Bergsteiger ausschloss. Jüdischen Bergsteigern wurde auf vielen Hütten daraufhin der Eintritt verwehrt. Diese gründeten in der Folge in Österreich die Sektion Donauland, die zusammen mit dem ebenfalls neuen Verein „Deutscher Alpenverein Berlin“ das Friesenberghaus planten, 1929 erbauten und 1932 eröffneten. Es war eine äußerst feine „Hütte“ mit Zirbenholztäfelung in der Stube, die noch erhalten ist, die einzelnen Zimmer hatten damals schon kaltes und warmes Fließwasser. 1934 verboten die Nationalsozialisten  den Berliner Verein und 1938 nach dem Anschluss  auch den Verein Donauland. Das Friesenberghaus wurde beschlagnahmt und diente der Wehrmacht  als Ausbildungszentrum. Nach dem Krieg war es völlig ausgeplündert, erst 1968 wurde es der Sektion Berlin des DAV übertragen. 2003 erfolgte eine grundlegende Sanierung und Erweiterung und die Ernennung zu einer „Begegnungsstätte gegen Hass und Intoleranz“. Eine Gedenktafel und ein Gedenkstein erinnern daran.

Schlegeisspeicher

Friesenberghaus

Friesenberghaus mit Hochfeiler (3509)

Peterköpfl (2679)

Wir machten hier auf der sonnigen Terrasse unsere Mittagsrast. Mit ein paar von unserer Gruppe stiegen wir dann noch auf das Peterköpfl (2679 m). Auf dem flachen Gipfel finden sich hunderte Steinmännchen- so etwas soll man sonst nur in Tibet finden. Auch wir bauten unser Steinmännchen, ehe wir uns wieder an den Abstieg machten.

Eine Geschichte aus den 20-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts soll hier nicht unerwähnt bleiben, zeigt sie doch die starke antisemitische Stimmung jener Zeit in diesem Gebiet. Im September 1928 unternahmen der Vater Morduch ( ein jüdischer Dentist aus Riga)und sein Sohn Philipp Halsman in diesem Gebiet ausgedehnte Wanderungen. Philipp fand seinen Vater tot am Ufer des Zamser Baches. Was zunächst als Unfall aussah, stellte sich als Mord heraus, er war erschlagen worden. Der Sohn galt sofort als Hauptverdächtiger, obwohl er immer seine Unschuld beteuerte. Andere Spuren wurden nicht verfolgt. Philipp Halsman wurde in Innsbruck in einem Indizienprozess zu 10 Jahren Kerker verurteilt, in einem Berufungsverfahren die Haft auf vier Jahre revidiert und schließlich  vom öst. Bundespräsidenten 1930 begnadigt und des Landes verwiesen. Eingesetzt hatten sich für ihn unter anderen Albert Einstein, Thomas Mann und Sigmund Freud. Er wanderte nach Frankreich aus, dort wurde er rasch ein bekannter Mode-und Porträtphotograph. Nach der Besetzung durch die Deutschen gelang ihm die Emigration in die USA erst auf Fürsprache von Albert Einstein. Aufgrund seiner hervorragenden Fotos bekam er bereits ein Jahr später eine fixe Anstellung beim weltbekannten Life-Magazin. Besonders bekannt wurde er durch seine sogenannten „Jump Pictures“. 1979 starb er in New York. Der Autor Martin Pollack hat 2002 diese Geschichte in seinem Buch „Anklage Vatermord“ dokumentiert. 2006 wurden unter anderen in Kremsmünster und Linz Teile des Films „Jump“ über das Leben von Philipp Halsmans gedreht. In der Hauptrolle verkörpert ihn Ben Silverstone.

Erst bei Kenntnis der  Geschichte war die Wanderung ein doppelter Gewinn, daher nochmals ein Danke dem Wanderführer.

Quellen:  Kompass Wanderkarte, Zillertaler Alpen, persönl. Mitteilung von Wanderführer und Naturparkleiter M. Danninger, http://de.wikipedia.org/wiki/Friesenberghaus http://www.sueddeutsche.de/reise/friesenberghaus-im-zillertal, http://en.wikipedia.org/wiki/Philippe_Halsman

Eine Radtour und versperrte Gotteshäuser (1.8.12)

Mit einer Gruppe Senioren nahm ich an einer Radtour im westl. N.Ö. teil. Ausgangspunkt war Wallsee, wo wir dann stromaufwärts den Donauradweg radelten.  In Erla ( seit 1971 mit St.Pantaleon zur Gemeinde St. Pantaleon-Erla vereinigt) machten wir erstmals eine kurze Rast. Hier ist historischer Boden: 1130 hat Otto von Machland ein Benediktinerinnenkloster gegründet, dieses wurde 1583 wegen starker Verschuldung aufgelöst. Die Klarissen führten das Kloster weiter bis es 1781 durch Josef II endgültig säkularisiert wurde. Die Klosterkirche wurde in die Pfarrkirche umgewandelt. Das Kloster bekam weltliche Besitzer, die es zu einem Schloss umbauten. Im Ostflügel, den die Gemeinde erwarb, befand sich früher die Volksschule, heute der Kindergarten. Dominierend ist die Kirche mit dem wuchtigen Turm in gotischen Stil erbaut. Wir wollten zu gerne das Innere des Gotteshauses sehen, doch leider war es versperrt ohne Hinweis, wer einen Schlüssel  hätte. Es ist eine furchtbare Unsitte der Verantwortlichen, die Kirchen einfach zuzusperren. Enttäuscht fuhren wir weiter über Altenhofen  nach St. Valentin.

St. Valentin ist mit seinen ca. 9300 Einwohnern die 2. größte Stadt im Bezirk Amstetten.  Seit dem 6. Jht. ist das Gebiet durchgehend von den Bajuwaren besiedelt .  Um 1050 werden Kirche und Ort erstmals erwähnt. Die heutige Pfarrkirche wurde im 15.Jht. erbaut. Römische Grabsteine wurden in die Außenmauern eingefügt, die vermutlich aus einer früheren Kirche stammen. Die Inneneinrichtung stammt aus 1880 und ist im neugotischen Stil gehalten. Sehen konnten wir sie leider auch nicht, da auch dieses Gotteshaus rundum versperrt war und das um 11 30 am Vormittag. Hier frage ich mich schon, ob nicht doch der eine oder andere von den über 9000 Einwohnern das Bedürfnis hätte, dem Lieben Gott im Gotteshaus einen „Besuch“ abzustatten und zwar nicht aus kunstsinnigen Gründen. Abermals schwer enttäuscht , stiegen wir wieder auf unsere Räder. Ich persönlich halte es für eine grobe Unsitte, die Leute auszusperren oder vielleicht noch bedenklicher, den Herrgott einfach „einzusperren“!?

St. Valentin hat aber auch in wirtschaftl. Hinsicht einiges zu bieten. Seit 1858 besteht hier ein wichtiger Bahnhof mit Anbindung der Kaiser F.J. Bahn (Donauuferbahn) an die Westbahn (Kaiserin Elisabethbahn) und die Bahn nach Steyr (ehem. Kronprinz Rudolf-Bahn). Oder:  1939 als OKH- Spielwarenfabrik getarnt, baute man die Nibelungenwerke, die die zweitwichtigste Panzerproduktionsstätte im Deutschen Reich wurde und wo bis zum Ende des 2. Weltkrieges 4 500 (44%)  Panzer erzeugt wurden.  Später (1955) produzierten hier die Steyr-Daimler-Puch ihre Motoren, dann war hier die Traktorenmontage. Heute gehört  das Areal dem MAGNA-Konzern, seit 2006 befindet sich hier die Europazentrale von CASE. Seit  1985 hat hier auch der Spritzgussmachinenhersteller  Fa. Engel  ein Werk.

Im Gasthaus zum „Grünen Baum“  wurde uns ein vorzügliches Mittagessen serviert. Gestärkt fuhren wir dann weiter nach Windberg, Larnhaus, Pichl, Happmansberg.  Da wir offensichtlich schon von der Hitze und den „Mostviertler Bergen“ gezeichnet waren, erbarmte sich die Bäuerin von Dorf Nr. 2 mit einigen Krügen Most und Wasser, die wir gerne annahmen. Mit  mehr  Schwung  setzten wir die Tour fort, erreichten wieder den Donauradwg , auf dem wir dann wieder zu unseren PKWs beim DKW Wallsee radelten.

Pfarrkirche Erla
Pfarrkirche St. Valentin

Komischer Text bei versperrter Tür

Mittagsrast

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erla, http://www.st-pantaleon-erla.gv.at/gemeinde/geschichte/geschichtee.html, http://de.wikipedia.org/wiki/St._Valentin, http://de.wikipedia.org/wiki/Nibelungenwerk_

Wanderung auf das Hochkar

Am 2. 8. 12 wanderten wir zwei  wanderfreudige Opas mit unserer Enkelin Caro auf das Hochkar. Bei herrlichem Sommerwetter fuhren wir nach Göstling und dann über die Hochalpenstraße, die mautpflichtig ist, bis zur Talstation der Vierersesselbahn . Die Straße hat eine Länge von 8,5 km mit einer durchschnittl. Steigung von 12%. „Jeder“ kennt das Hochkar als größtes und schneesicherstes Wintersportgebiet von NÖ mit seinen 20 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade und 9 Aufstiegshilfen.

Im Sommer wird hier Almwirtschaft betrieben. Die Servitutsweidegemeinschaft Lassingalpe-Hochkar ist die größte Almweidegemeinschaft in NÖ. 22 Bauern besitzen seit Kaiserin Maria Theresia das Nutzungsrecht, Eigentümer sind die Bundesforste. Die Almenwirtschaft entwickelt sich neuerdings immer mehr von der Kuh-u. Sennalm zur Jungvieh- und Mutterkuhalm. Auf ca. 300 Hektar Weidefläche auf 1400-1800 m weiden heute von Juni bis September etwa 250 Tiere.

Mit 1808 m ist das Hochkarmassiv die höchste Erhebung der Göstlinger Alpen, aufgebaut aus Kalkstein, an der  nö.-steir. Grenze. Charakteristisch sind die Gipfel mit steilen, wildzerklüfteten Abstürzen, daneben wieder saftige Almböden  auf den Hochflächen mit  einer reichen Alpenflora.

Vom Parkplatz (1485 m) wanderten wir in westl. Richtung zum Scheinecksattel, dann den Grat aufwärts bis zum Hochkargipfel (1808 m), wobei unsere Jüngste schon so tüchtig marschierte, dass wir in 11/4 Stunden am Gipfel standen. Nach einer ausgiebigen Jause und nachdem wir das großartige Panorama der umliegenden Berggipfel  genossen hatten, wanderten wir weiter zum höchstgelegenen Haus der Voralpen, dem Geischlägerhaus (1770 m). Bei einer Erfrischung konnten wir auf der Sonnenterasse nochmals die herrliche Aussicht in die steir. nöst. Bergwelt genießen. Im Prinzip ist es ein Selbstbedienungsrestaurant, momentan ist es wegen Umbau geschlossen. Anschließend nahmen wir den markierten Weg hinunter zum Parkplatz, wo wir noch in einer der Gaststätten  einen Imbiss uns genehmigten, ehe wir innerlich wieder etwas glücklicher die Heimfahrt antraten.

“Wandern ist der friedvolle Dialog mit sich und der Bergwelt“

Blick vom Scheinecksattel

Brotzeit

Geischlägerhaus

Quellen: http://www.bergfex.at/sommer/hochkar/wandern/ , http://de.wikipedia.org/, http://www.hochkar.at

Ätiologie der Cellulite

Cellulite kann schon jüngere Frauen betreffen. Mit fortschreitendem Alter kommt sie bei mehr als 80% der Frauen in unterschiedlicher Ausprägung vor. Eher akademisch ist die Diskussion, ob es sich bei Cellulite um eine Erkrankung handelt, auf jeden Fall handelt es sich um ein weit verbreitetes kosmetisches Problem.

Die Abteilung für Physiotherapie der Universidad de Sevilla (Spanien) untersuchte in einem Review die Ätiologie bzw. (Patho-)Physiologie der Cellulite. 26 Artikel aus dem Zeitraum von 1978 bis April 2011 enthielten relevante Informationen dazu.

Demnach ist Cellulite auf physiologische Gegebenheiten zurückzuführen, die nur bei Frauen vorzufinden sind. Bei ihnen folgen nämlich die bindegewebigen Septen, die das Unterhautfettgewebe “steppdeckenähnlich” unterteilen, dem hormonellen Zyklus. Sie sind zyklisch unterschiedlich voluminös bzw. mehr oder weniger gestrafft, wodurch sich an der Hautoberfläche das Cellulite-typische Muster der “Orangenhaut” abzeichnen kann.

Zahlreiche Faktoren können eine Cellulite auslösen, aufrechterhalten und verschlimmern. Als besonders wichtig gelten die genetische Veranlagung, der Bindegewebsaufbau, die Östrogenwirkung, weitere hormonelle Einflüsse und mikrovaskuläre Veränderungen.

Derzeit wird eine Vielzahl von Therapieverfahren bzw. kosmetischen Interventionen ohne ausreichende Evidenz angewendet. Die Kenntnis der ätiologischen Faktoren ist die Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung effektiver Behandlungs- und Vorbeugestrategien.

Quelle:  23/07/2012, Elsevier

lt. dem Artikel scheinen viele heutige angebotene Therapien wirkungslos (Ultraschallbehandlung, Fettabsaugung, Anti-Cellulite Medikamente).

Die Loreley, mehr als ein romantisch besungener Felsen

Die bekannte und in vielen Sagen und Gedichten  besungene Loreley ist ein mächtiger Schieferfelsen am östl. rechten Rheinufer bei St. Goarshausen, Rheinland-Pfalz. Er befindet sich etwa 25 km rheinabwärts von Rüdesheim und ca 35 km rheinaufwärts von Koblenz. Heute kann man mit dem Bus hinauffahren und von oben das wunderbare Panorama genießen. Es ist schon faszinierend, aus 130 m von oben auf die darunterliegenden Rheinkurven zu schauen. Unmittelbar unterhalb des Felsens wird das vorher 300 m breite Flussbett auf die Hälfte eingeengt. der Fluss erreicht dadurch hier eine Tiefe von 25 m. Durch die Flussenge und die starken Kurven kommt es hier zu beträchtlichen und gefährlichen Strömungen. Die Schifffahrt muss hier durch Lichtsignale geregelt werden. Die Passage um den Loreleyfelsen war früher für die Schiffer sehr gefährlich, daran zu erkennen, dass früher die Kapitäne vor der Durchfahrt ihre Mannschaften durch drei Glockenschläge zum Gebet aufforderten! 1930 wurden einige Felsen weggesprengt, um die Fahrt weniger riskant zu machen. Trotzdem gab es auch in jüngster Zeit immer noch Schiffsunglücke: z. B. am 28.9.2003 lief das Fahrgastschiff  “Loreley” mit 349 Passagieren bei Niedrigwasser auf Grund, war dann manövrierunfähig und trieb auf das gegenüberliegende Ufer. 41 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Am 13. 1. 2011 kenterte ein Tanker, der mit 2400 Tonnen konzentrierter Schwefelsäure beladen war bei Hochwasser am Loreleyfelsen. Von den vier Besatzungsmitgliedern konnten zwei aus dem 4° kalten Wasser gerettet werden. Die Bergung des Schiffes war erst nach Wochen möglich.

Der Loreleyfelsen
Rhein stromaufwärts

stromabwärts

Das wunderbare Echo an den Felsabhängen ist wohl der Hintergrund für die vielen Geschichten und Sagen, die man sich seit Jahrhunderten in diesem Gebiet erzählt. Ganz berühmt und in die Weltliteratur eingegangen ist das 1824 geschriebene Gedicht “Die Lore-Ley” von Heinrich Heine, dem “letzten Dichter der Romantik”. Durch die 1837 nachfolgende Vertonung durch Friedrich Silcher erlangte es eine rasche Verbreitung.

Zur Erinnerung die  ersten vier Zeilen:

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,

dass ich so traurig bin;

Ein Märchen aus alten Zeiten,

das kommt mir nicht aus dem Sinn.


Beeindruckt von der schönen Landschaft und den geschichtlichen Tatsachen und dem romantisch dichterischen Flair an diesem Ort gingen wir alle doch etwas seltsam innerlich berührt wieder zum Bus und setzten unsere Fahrt Richtung Moseltal fort.


Quellen: http://www.loreley-touristik.de, http://www.sagen.at/, http://de.wikipedia.org/wiki/Loreley, http://www.derwesten.de/panorama/schiffsunglueck-vor-der-mystischen-loreley-id4165111.html

Rüdesheim und die Drosselgasse

Rüdesheim ist wohl die touristische Metropole des Rheingaus. Am 9. 7.12 hatten wir Gelegenheit, diese zu besuchen. Rüdesheim liegt am rechten Rheinufer, gehört zum Bundesland Hessen und dort wieder zum Landkreis Darmstadt. Die Stadt zählt heute 9650 Einwohner. Der Hauptwirtschaftszweig ist der Weinbau, wobei die zum Teil sehr steilen Hänge bis ca. 250 m als Weinberge genutzt werden, wobei teilweise aufgrund der Steilheit nur Handarbeit möglich ist. Wein wird in der Gegend wahrscheinlich schon seit der Römerzeit  erzeugt, gesichert ist dies aber  seit dem 11.Jhtt.

Am gegenüberliegenden Rheinufer liegt  die Stadt Bingen,  uns allen bekannt durch die Äbtissin Hildegard (1098-1179), die dort ihr Benediktinerinnenkloster leitete. Diese Frau wird übrigens am 7.10.2012 von Papst Benedikt XVI. zur Kirchenlehrerin erhoben!

Kein Tourist verläßt Rüdesheim, ohne die weltberühmte Drosselgasse besucht zu haben. . Obwohl sie nur 150 m lang ist, gilt sie als das “Herz” der Altstadt. Sie ist voll von gut gelaunten Besuchern, die hier die rheinische Fröhlichkeit bei Rüdesheimer Wein und regionalen Gerichten in den vielen Gaststätten und Weinschenken genießen . Live Musik ist bereits ab mittags zu hören und gefeiert wird bis in die Morgenstunden. Auch wir waren bei unserem kurzen Besuch bald dem Charme der Stadt  verfallen.

Drosselgasse

Auch einen netten Spruch habe ich dort gefunden, er stammt offensichtlich von einem Patienten, der den ärztlichen Räten gegenüber völlig incompliant ist und sich der Alternativmedizin zuwendet.

Quellen: http://www.ruedesheim.de/cms/index.php, , http://de.wikipedia.org, http://www.loreleyinfo.de

Bergtour auf den 2.-höchsten Gipfel von NÖ

Als „Lohn“ für das abgeschlossene Schuljahr wanderten wir zwei Opas am 30.06.12 bei herrlich schönem Sommerwetter mit unserer Enkeltochter auf den Ötscher (1893 m). Von Lackenhof ging es erst mit dem Sessellift zum Ötscherschutzhaus (1418 m). Von dort folgten wir dem markierten Weg über den Westgrat zum Gipfel. Der Aufstieg führt zuerst über eine Blumenwiese hinauf in die Latschenzone, dann geht es über einige kleine aber unschwere Wandabbrüche zum Westgrat. Der Weg wird dann wieder flacher, erst die letzten Höhenmeter zum Gipfelkreuz sind wieder etwas steiler.

Der Name Ötscher kommt aus dem Slawischen und bedeutet in etwa „Vaterberg“ oder „Väterchen“. Aufgrund seiner isolierten Stellung ist er schon aus über 100 km Entfernung zu sehen. Praktisch jedes Kind bei uns in BK kann ihn als den markanten Berg in unserer sichtbaren Alpenkette richtig benennen. Geologisch gehört das Ötschermassiv zu den Nördlichen Kalkalpen, im Speziellen zu den Ybbstaler Alpen. Als Berg ist er das Wahrzeichen des Mostviertels, sein Gipfel der zweithöchste von Niederösterreich. Von Norden und Süden zeigt er sich als mächtiger Rücken, von Osten eher als elegante Pyramide. Charakteristisch sind die steilen Abbrüche und tiefen Taleinschnitte der Erlauf ( die vorderen und hinteren Tormäuer und die Ötschergräben-auch als „Grand Canyon Österreichs“ bezeichnet). Insgesamt gibt es an die 40 weitere steile „Mäuer“.

Nach ca. 11/2 Stunden Gehzeit waren wir alle am Gipfel, wo wir erst den schönen Rundblick auf die umliegenden Berge und Täler genossen, ehe wir uns die Gipfeljause schmecken ließen.  Unsere Caro entpuppte sich wirklich schon als echter „Wanderprofi“, so dass wir den Abstieg auch wieder problemlos schafften und im Schutzhaus Mittagsrast machen konnten, ehe es mit dem Lift wieder ins Tal ging und wir die Heimfahrt  antreten konnten.

So ging ein erlebnisreicher Tag für jung und alt zu Ende.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96tscher,

Mit dem Lift zum Schutzhaus
Anstieg zum Gipfel

kurze Rast

"Berg Heil"

Solarium verdoppelt Hautkrebsrisiko


Kritik an Sonnenstudios

Die Bräunung im Solarium ist offenbar doch schädlicher als bisher angenommen. Gerade bei jungen Frauen steigen die Fälle von schwarzem Hautkrebs an, wie auch eine Zusammenfassung der weltweit größten Studien zu diesem Thema zeigt, die beim Hautkrebs-Expertenforum in Berlin vorgestellt wurde.

Bei Menschen, die bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig Solarien nutzen, verdopple sich das Risiko für das besonders gefährliche maligne Melanom, warnte der Dermatologe und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), Eckhard Breitbart. Dieses Risiko wachse jedes Jahr um weitere drei Prozent – „und das ist auch nicht wieder umkehrbar“, betonte Breitbart.

Vor allem Frauen betroffen

Laut einer der Studien erhöhe sich die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, bereits bei einem Solariumsbesuch pro Woche nach zwei bis drei Jahrzehnten auf das 2,4-Fache. Von dem malignen Melanom, schwarzem Hautkrebs, sind vor allem junge Frauen betroffen – sie sind auch die größte Zielgruppe der Solarien: „Frauen zwischen 18 und 25 Jahren sind eine typische Vielnutzergruppe. Sie gehen doppelt so häufig auf die Sonnenbank wie Männer“, erklärte der Experte Sven Schneider vom Mannheimer Institut für Public Health.

Weltweit erkranken jährlich rund 200.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Während in Australien bereits einer von 20 Menschen während seines Lebens an Hautkrebs erkrankt, ist es in Österreich zumindest einer von hundert. Experten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher ist.

Tausende Minderjährige trotz Verbots

Problematisch sei auch, so die Dermatologen am Berliner Kongress, dass trotz Verbots nach wie vor Tausende Minderjährige sich in den Solarien bräunen würden. 167.000 deutsche Solariengänger sollen demnach minderjährig sein.

Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs ist gefährlicher als weißer, weil sich die Krebszellen schnell über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn ausbreiten können. Beim weißen Hautkrebs reicht es meist, die betroffene Stelle zu entfernen.

Wer in der Jugend oft einen Sonnenbrand hat und regelmäßig ins Solarium geht, setzt sich einem deutlich höheren Krebsrisiko aus. Auch in Österreich ist daher seit 1. September 2010 der Besuch von Solarien erst ab 18 erlaubt. Bei Verstößen drohen den Betreibern Strafen von bis zu 2.180 Euro. Allerdings wird auch in Österreich das Verbot immer wieder missachtet, wie etwa ein Test des Verbrauchermagazins „Konsument“ im vergangenen Jahr zeigte. Demnach hätten sich in sechs von 15 überprüften Wiener Sonnenstudios minderjährige Testpersonen anstandslos bräunen lassen dürfen.

Bestrahlungswerte zu hoch

Kritik wurde von den Experten auch an der Bestrahlung in den Sonnenstudios geübt, in vielen Solarien seien die Werte deutlich höher als empfohlen. Schon die erlaubte Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt pro Quadratmeter liege über den Empfehlungswerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die verwendete Bestrahlungsstärke „entspricht dem UV-Index 12, also der Sonneneinstrahlung um zwölf Uhr mittags am Äquator. Schon ab UV-Index 8 empfiehlt die WHO aber, sich im Schatten aufzuhalten“, betonte Rüdiger Greinert, Generalsekretär der Medizinergesellschaft Euro-Skin. Zudem weisen die Dermatologen jegliche positive Effekte von Solarien zurück: „Solariumsbesuche haben keinerlei positive Gesundheitseffekte: weder beim Vorbräunen der Haut noch bei der Vitamin-D-Produktion oder zum Stärken des Immunsystems.“

http://www.orf.at/stories/2117003/2117005/